mit Pferden die Natur erleben
mit Pferden die Natur erleben

Der Seestern

 

Als der alte Mann bei Sonnenuntergang den Strand entlang ging, sah er vor sich einen jungen Mann, der Sesterne aufhob und ins Wasser warf. Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte, fragte er ihn, warum er das denn tue. Die Antwort war, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenaufgang hier liegen bleiben würden.

"Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und Tausende von Seesternen liegen hier", erwiderte der Alte. "Was macht es also für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?"

Der junge Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen. Dann meinte er:

"Aber für diesen hier macht es einen Unterschied."

 

Verfasser unbekannt.



 

 

"Alle Dinge teilen den gleichen Atem, das Tier, der Baum, der Mensch.

Die Luft teilt ihren Geist mit allem Leben, das sie unterstützt.

Wenn alle Tiere weg wären, würde der Mensch an Einsamkeit seiner Seele sterben, weil was auch immer dem Tier geschieht auch dem Menschen geschieht.

Alle Dinge sind verbunden.

Was immer die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde."

(Die wahre Natur des Pferdes, D. Barbier u. K. Psillas.)

 

 

 

"Ein Radio, das auf den richtigen Kanal eingestellt ist, könnte eine Symphonie oder ein Lied aufffangen, das uns beide zu Tränen rührt.

Das System des Pferdes ist ein riesiger Empfänger und Verstärker für Gefühlsschwingungen. Egal, wie gut Du etwas vor Dir selbst oder vor anderen verstecken kannst, Dein Nervensystem wird unwillkürlich aussenden, was Du wirklich fühlst - und zwar auf einer Frequenz, die Pferde besonders gut empfangen können."

(Botschafter zwischen den Welten, L Kohanov)

 

 

"Das Pferd sendet mit jedem Teil seines Körpers Signale aus. Ich muss lernen, seine Gedanken durch Beobachtung seiner Nüstern, Ohren, Augen und des allgemeinen Verhaltens zu lesen. Die Augen des Pferdes sind dabei besonders wichtig, da sie wie eine Tür zu dem sind, was in seinem Kopf vor sich geht. Es erzählt mir mit kleinsten Signalen, wie es sich fühlt."

(F. Pignon, M. Delgado, Achtung, Respekt, Würde)

 

 

Ein Pferd versucht immer, das Beste zu geben, so viel, wie es eben kann.

(S. Carlson, Im Sinne des Pferdes)

 

 

Lebt die Seele des Pferdes im Paradies? Es lebt auf jeden Fall im Augenblick. Es kennt nicht Gedanken über Vergangenheit und Zukunft. Lediglich Reize können frühere Erlebnisse wieder wachrufen. Das Pferd muss nicht entscheiden über Gut und Böse. Seine guten Eigenschaften werden nicht durch Beherrschung und Willen erreicht. Sie sind da. Es ist gut, nicht, weil es nicht schlecht sein will, sondern, weil es nicht schlecht sein kann.

(H. Beck-Broichsitter, Gesammlete Werke)

 

 

Freund und Rätsel, vornehm, geduldig, edel und groß, unserer ganzen Liebe wert und bedürftig- das ist für mich das Pferd.

(Fortunatus in R. Blank, Pferde, Persönlichkeiten, Poesie)

 

 

Ein Pferd scheint zu wissen, wann unsere Gedanken auf das konzentriert sind, was wir von ihm möchten. Hierbei handelt es ich um eines der Geschenke, die uns das Pferd macht: Es verdeutlicht uns nur zu sehr die Wichtigkeit von Konzentration.

(Fr. Pignon, M. Delgado, Achtung, Respekt, Würde)

 

 

Authentische positive Gefühle wie Selbstvertrauen, Friedlichkeit und Freude sind genauso ansteckend wie Angst. Aber für Pferde ist kein Gefühl gut oder schlecht. Für sie ist es genauso wichtig zu erkennen, wenn ein anderes Mitglied der Herde sich ängstlich oder verspielt, böse oder ungestüm, depressiv oder ruhig fühlt. Die sogenannten negativen Gefühle sind meist intensiver, weil man sie schnell verarbeiten muss, um zu überleben.

(L. Kohanov, Botschafter zwischen den Welten)

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© Isabel Böhler